PC-Lautsprecher 2.0 unter 200 €

In den vergangenen Jahren ist bei Nutzern immer mehr die Tendenz und der Wunsch nach guter Audioqualität am PC, im Homeoffice oder im Wohnzimmer zu verspüren. Die gute alte Stereoanlage hat bei vielen ausgedient. Höhere Soundqualität ist vielen wichtig, ob für Hifi-Musik, Streaming-Dienste, Film- und Video-Streaming, Heimkino oder einfach nur am MAC oder PC. Immer häufiger entscheiden sich auch Desktop-Nutzer für ein 2.0-Lautsprechersystem und nicht länger für kleinere 2.1-Konfigurationen, die einfach im Bassbereich punkten sollen. 2.0-Käufer wünschen sich eine ausgewogene Akustik.

Doch Klangqualität hat überwiegend mit Hardware zu tun. Wer minderwertige Lautsprecher verwendet, kann keinen erstklassigen Sound erwarten. Wie gut, wenn man sich deshalb vorher ein wenig mit seinen Anforderungen an geeignete Lautsprecher, seinem Budget und dem Einsatzort für die Lautsprecher auseinandergesetzt hat. Wer diese Hürde noch nicht erklommen hat, dem kann unser Testbericht vermutlich weiterhelfen.

Testlupe.de hat insgesamt 7 unterschiedliche 2.0-Systeme aus dem Low- und Mittelklasse-Segment unter die Lupe genommen, um möglichst eine vielfältige Auswahl für jedermanns Budget, Geschmack und Raum zu unterbreiten.

Kurze Anleitung zum Artikel / Wo erfahre ich was?

Was können 2.0-PC-Lautsprecher und was nicht?

Fangen wir mit den Nachteilen an oder was 2.0-Regallautsprecher, auch als Kompaktlautsprecher bezeichnet, bzw. PC-Lautsprecher nicht können. Eine pauschale Aussage ist leider nicht möglich, denn je höher man sich in den Preissphären bewegt, desto bessere 2.0-Lautsprecher erhält man und desto besser können diese andere Systeme vertreten. Somit lässt sich jede Aussage über einen Typ Lautsprecher negieren, wenn man sich in höheren Preisklassen umschaut. Die preisliche Grenze unserer getesteten Lautsprecher liegt bei 199 Euro und endet damit in der unteren Mittelklasse.

Je nach Größe, haben 2.0-Kompaktlautsprecher nicht extrem viel Tiefgang. Im unteren Frequenzbereich erreichen sie, vor allem PC-Lautsprecher, verglichen mit 2.1- oder 5.1-Systemen nicht so hohe Pegel, was aber nicht heißt, dass sie keinen ausreichend hohen Druck erzeugen können, besonders Regallautsprecher. Sie nehmen zum Thema Bass einfach eine eher ausgeglichenere Haltung ein.

Kleinere PC-Lautsprecher hingegen gelten als Brüllwürfel und haben meist ein Kunststoffgehäuse, das großen Schwingungen nicht viel Stabilität entgegenzusetzen hat. Der Effekt: Nicht nur die Membran schwingt mit und der Ton leidet. Durch die kleinen Chassis und das geringe Volumen können sie nur im Nahbereich ihre Stärken ausspielen. Ein weiterer Nachteil von 2.0-Systemen könnte sein, dass sie sich aufgrund des häufig verbauten Bassreflexrohrs nicht so wandnah platzieren lassen und auf diese Weise weniger flexibel in der Aufstellung sind.

Regallautsprecher und PC-Lautsprecher sind, im Gegensatz zu 2.1- oder 5.1-Lösungen, welche etwas mehr Know-how erfordern, einfach einzurichten. PC-Lautsprecher eignen sich für Musik-, Film- und Video-Streaming im Nahbereich oder Multimedia-Präsentationen in kleineren Räumen. Weiterhin sind sie meist preiswert in der Anschaffung.

2.0-Kompatktlautsprecher sind gleichmäßig und ausgeglichen in der Basswiedergabe. Durch den Hoch- und Mitteltieftöner bieten sie eine klare Wiedergabe von hohen als auch von mittleren Frequenzen und damit eine ausgewogene, detailtreue Akustik. Insofern sind Kompaktlautsprecher sehr gut für die Musikwiedergabe und Filme ausgelegt. Ob Gamer Freude an diesem Typ Schallerzeuger Freude finden, liegt an ihrem Standpunkt zum Bass. Da hilft nur selbst probehören. Dessen ungeachtet sollte die Entscheidung für Lautsprecher immer passend zur Anwendung, zum Hörabstand und zu den Raumgegebenheiten ausfallen.

Unsere 3 Testsieger

Testsieger: Kompakt-Lautsprecher

Saxx AS30

genialer Sound, edle Verarbeitung

Ein durch und durch durchdachtes System. Sowohl Sound, als auch das edle Mattlack-Finish lassen unseren Testsieger im Bereich Kompakt-Lautsprecher gut dastehen. Abgerundet wird das System durch eine Vielzahl von Schnittstellen, die selbst den Anschluss eines drahtlosen Subwoofers ermöglichen. Als wahres Multitalent entpuppt sich das System auch in Punkto Anschlussmöglichkeiten: Alle möglichen analoge und digitale Eingänge, als auch eine Bluetooth Schnittstelle bietet das System. Für jeden Liebhaber von Understatement ist dieses Lautsprecher-System ein muss. Hier gehts zum Bericht.

Testsieger: Desktop-Lautsprecher

Bose® Companion® 20

klein, aber energisch

Diesen Sound lässt sich Bose patentieren – zu Recht, wie wir finden. Durch ein sogenanntes Port-Design und allerlei andere technischen Raffinessen wie digitale Signalverarbeitung entlockt Bose den kleinen Boxen so viel Wumms, dass durchweg erstaunte Gesichter zurückbleiben. Aber nicht jeder mag den kühlen und für Bose so markanten Sound. Die Zwerge zeigen eine für PC-Lautsprecher präzise und überaus löbliche Räumlichkeit, die jedem Instrument und auch der Stimme eine eigene Tonbühne verleiht und ein atmosphärisches Gesamterlebnis bietet.

Leider fehlt die Wärme im Klangbild etwas. Dafür sind die Bässe kurz und “punchy“. Obwohl die Bose-Boxen recht laut sind und zuverlässig einen 14 m2 großen Raum zu beschallen wissen, sollte man sie nicht allzu kräftig aufdrehen, weil sie sonst an Qualität verlieren. Es handelt sich hier um ein wirklich gutes Arrangement aus Sound und Lifestyle, worin sich natürlich auch die komfortable Bedienung über den Bose Control Pod und die auch sonst sorgenfreie Installation widerspiegelt. In dieser Größenordnung hat das Bose-Duo das Rennen gemacht. Leider positioniert sich das Bose-System preislich in himmlischen Sphären. Hier gehts zum Bericht.

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EUR 199,00

Preis-Leistungs-Sieger (Desktop Lautsprecher)

Bose® Companion® 2 Serie III

klasse Sound für wenig Geld

Dieser Lautsprecher fühlt sich mit jedem Musik-Genre wohl. Sehr guter Klang, satte Höhen und Tiefen, einfache Installation – und das alles für schmales Geld. Unser Preis-Leistungs-Sieger bietet einfach für das Geld die größte Leistung. Zwar findet man hier nicht so viele Features wie bei den anderen getesteten Lautsprechern, aber als Einsteiger-Modell ist er auf jeden Fall brauchbar. Hier gehts zum Bericht.

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Kompakt – Lautsprecher

PlatzPunkte
Ton 55%
Verarbeitung 10%
Bedienung 15%
Ausstattung 10%
Optik 10%
1Saxx airSound AS 30
94 / 100
2Wavemaster Cube
92 / 100
3Edifier Studio R1280DB
83 / 100

Saxx Airsound AS30

geschmeidig verarbeitet und temperamentvoll im Klang


Das von einem deutsch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmen stammende Saxx-Lautsprechersystem überzeugt in seiner Preisklasse ohne Zweifel. Die Verarbeitung ist exzellent und hochwertig, quasi lupenrein. Form und Ästhetik schmeicheln jedem Auge. Akustisch bereiten sie eine dynamische, fröhliche Klangbühne, die keine extremen Tendenzen hat. Unser Lupentest offenbart weitere Details …

Optik und Verarbeitung – wirklich en vogue und superb verarbeitet

Zugegeben, Testlupe war schon äußerst beeindruckt von der tadellosen Verarbeitung der Saxx-Lautsprecher. Die lupenreine sowie schraubenfreie weiß-matte Schleiflack-Oberfläche ruft förmlich danach, berührt zu werden. Bislang hat jeder, der in Augenkontakt mit den kleinen Schönlingen kam, dem Drang nachgeben müssen, sie zu streicheln. Keine Frage hier haben wir eine edel anmutende Variante von Lautsprechern. Eine im Kontrast zum weißen MDF-Gehäuse schwarze, runde Hochtöner-Seidenkalotte mit 2,6 cm Durchmesser und ein 8,5 cm durchmessender schwarzer Tieftöner aus Polypropylen schmücken die Front der Boxen, wobei die aktive der beiden noch eine Bluetooth-Status-LED hinter schwarzem Glas untergebracht hat.

Die obere Rückseite beider Boxen ziert eine länglich schmale Bassreflexöffnung und eine ebenflächig schwarze, gebürstete Metallplatte mit hochwertigen und vor allem diversen Anschlussmöglichkeiten. So hat die Master-Box zwei Cinch-Buchsen, ein 3,5-mm-Klinkeneingang und sogar vergoldete Schraubverbindungen für die Lautsprecherverkabelung, die gleichzeitig aber auch Bananenstecker erlauben und sich ebenso an der linken passiven Box befinden. Weitere Anschlüsse wie ein optischer Digitaleingang, eine USB-B- und eine Cinch-Subwoofer-Out-Buchse sowie ein Power-Kippschalter schmücken die Aktivlautsprecherrückseite noch. Passend zum äußeren Erscheinungsbild ist das Netzteil im Gehäuse verbaut, so dass sich die Fummelei mit dem externen meist klobigen Netzteil erübrigt.

Im Lieferumfang enthalten sind ein langes Netzkabel (1,6 Meter), ein leider nur 1 Meter langes 3,5-mm-Klinkenkabel, ein 1,5 Meter langes Sat-Verbindungskabel mit durchsichtiger Ummantelung und farblichen Leitungen, vier schwarze Gummifüße zum Selbstankleben und erfreulicherweise eine Mini-Fernbedienung. Die Fernbedienung ist im Vergleich zur Edifier-Fernbedienung qualitativ wertiger, obwohl es sich hier beiderseits nur Kunststoff handelt. Die runden, etwas rauen und leicht erhobenen Buttons lassen sich gut ertasten, eine wohlige Haptik. Die Funktionenauswahl umfasst alle Audioquellen, die in der unteren Hälfte angeordnet sind wie BT, OPT, USB, AUX 1 (Cinch), AUX 2 (Klinke) und in der oberen Hälfte Vol +/-, Play/Pause/Skip, Mute und Power (Standby).

Qualitativ gibt es an den Kabeln nichts auszusetzen und wenn doch, dann sind alle Komponenten auswechselbar, weil sie nicht fest verbunden sind. Nicht mitgeliefert wurde das USB-Kabel für eine PC-Kopplung, das optische Kabel sowie ein Cinch-Kabel. Somit kann man nicht alle Audioquellen sofort ausprobieren, sondern muss sich gegebenenfalls erst aufmachen und das fehlende Zubehör beschaffen. Mit den kleinen Gummifüßen haftet das samtige Lautsprecher-Duo fest am Untergrund – und sei er noch glatter als die bezaubernden Speaker von Saxx.

Bedienung – die reinste Freude

passen sehr schön neben einen imac 27″

Unkompliziert gelingt das Aufstellen der beiden Boxen, wobei wir immer wieder bewundern, dass die Anschlüsse so eine gute Verarbeitungsqualität an den Tag legen. Genussvoll und spielerisch leicht, stecken wir die nötigen Kabel an und drehen an den goldenen Anschlussklemmen, um die Lautsprecher miteinander zu verbinden. Durch Betätigen des On-/Off-Kippschalters an der Rückseite gibt die nur 2,2 kg schwere Master-Box durch das LED-Fenster an der Front mit einem blauen Punkt zu erkennen, dass es losgehen kann. Wählt man eine Funktion mit der Fernbedienung, gibt die blaue LED durch einmaliges Blinken Feedback, dass das Signal angekommen ist, etwa beim Lautstärkeeinstellen oder Wechseln der Audioquelle. Eine zweite LED fängt an zu blinken, sobald man die Bluetooth-Taste drückt.

Nachdem eine Konnektivität zu einem Mobilgerät hergestellt werden konnte, leuchtet auch die zweite LED konstant blau. Auf dem Smartphone findet man das Lautsprecher-Pärchen in den BT-Einstellungen unter dem eindeutigen Namen Saxx AS30. Das Bluetooth merkt sich die Kopplung zum Smartphone und findet es automatisch nach dem Aus- und Einschalten wieder. Erfreulicherweise, so dachten wir, schalten sich die Boxen in den Standby-Modus, falls 15 Minuten lang kein Audiosignal vom Mobilgerät erfolgt. Doch sobald eine SMS oder E-Mail am Gerät ankommt, wacht das System wieder auf und gibt in zuvor eingestellter Lautstärke den Klingelton wieder. Das hat im Test manches Mal für Spaß und Verwunderung gesorgt.

Das Bluetooth-Signal reicht erfahrungsgemäß bis zum nächsten Raum innerhalb von 9 bis 10 Meter, innerhalb eines Raumes bei Sichtkontakt kann die Reichweite sogar 21 Meter betragen. Wir sind das brav abgelaufen. Am PC, am Laptop machen sich die Saxx‘ aufgrund ihrer Größe in angemessenem Abstand gut, dichtgedrängt auf dem Schreibtisch verlieren sie ihre Aura.

Gewöhnungsbedarf hatten wir in der Praxis etwas an die Sortierung der Buttons der Fernbedienung, weil sich die Skip-Tasten oben und unten und die Volumentasten rechts und links in Form von einem Steuerkreuz befinden. Der gewohnte Griff für die Lautstärke ging nach oben und schon hatte man aus Versehen einen Titel weitergespielt. Schaltet man die Lautsprecher aus und möchte am nächsten Tag via gleicher Musikquelle fortfahren, wundert man sich vielleicht, weshalb kein Ton kommt, obwohl man nichts verändert hat – jedenfalls ging es uns so. Die Lösung: Auf der Fernbedienung muss erneut die Quelle angewählt werden, wenngleich sie sich zum vorigen Mal gar nicht geändert hatte.

Verbindungsfreudig: Die Besonderheit unserer Bluetooth-Testsieger ist die Möglichkeit, mehrere Geräte parallel zu paaren. So kann man beim Saxx-System beispielsweise neben Bluetooth auf dem Smartphone, die analogen Aux-Zugänge per 3,5-mm-Klinke mit einem Tablet oder iPod als auch simultan per Cinch-Buchse den TV oder Verstärker kombinieren und dazu via USB-Anschluss einen Desktop-Computer oder Laptop und obendrein über den optischen Digitaleingang eine X-Box wahlweise Playstation verkuppeln. Noch mehr Variationen kann man sich nicht wünschen. Ach doch: Der extra Subwoofer-Ausgang verlockt dazu, mit einem Subwoofer für die tiefen Töne zu liebäugeln und damit auf 2.1 upzugraden.

Nimmersatt: Den größten Stromverbrauch in unserem Test hatte tatsächlich das Aktivlautsprecher-Paar von Saxx. Befand sich der Lautsprecher in Standby waren es zwar noch 0,5 Watt, was durchaus lobenswert und im Verhältnis zu den anderen Testkandidaten wie Wavemaster mit 0,3 und Edifier mit 0,4 Watt nicht weit abgeschlagen ist, so dass die AS30 ohne Sorge auf zu hohe Kosten im Standby verweilen können. Im Idle-Modus hingegen wurde der größere Verbrauch mit 8,3 Watt im Vergleich zu 3,2 Watt beim Wavemaster dann allerdings doch offenkundig. Wechselt man in den Play-Modus so lag bei mittlerer Lautstärke der Wert bei 9 Watt zu 3,6 Watt beim Wavemaster und 15,7 Watt zu 11,2 Watt bei maximaler Volumenleistung.

Hörkonzept

Der Blindtest war hier „goldrichtig“, denn die Airsound-Würfel hätten ungemeine Chancen, unsere Meinung rein durch ihre Präsenz massiv zu ihrem Vorteil zu beeinflussen. Das wollten wir nicht. Also Augen zu und durch!

Besonders im oberen Hochtonbereich bei klassischen Stücken gefallen uns die Boxen, wo sie den Sound der Instrumente weitgehend nuanciert sowie platziert wiedergeben und somit charmant auftreten. Transparent und etwas blass dagegen beurteilen wir die unteren Höhen, die besonders im Stimmbereich wichtig sind. So kam es, dass das Lautsprecher-Paar keine so überzeugende Rolle beim Filmauftritt spielte. In unserer Heimkino-Atmosphäre empfanden wir es schwer, Stimmen zu verstehen und etwas problematisch, sie von den Hintergrundgeräuschen im Tiefbassbereich auseinanderzuhalten.

Sie klingen eigentlich klar, aber wir mussten die Ohren ganz schön spitzen, um alles mitzubekommen. Wenn man sich aber daran gewöhnen kann, was das menschliche Gehör durchaus imstande zu leisten ist, sind die kleinen Beauty-Zwillinge durchsetzungsstark, denn musisch sind sie allemal kraftvoll im Keller, nur eben nicht ganz so tief und druckvoll. Sie bieten ein leichtes Bassfundament, doch kommen sie im Vergleich zum Wavemaster schneller an ihre Grenzen, rein physikalisch kein Wunder.

Gitarre steht den Saxx besonders gut und zeugt von soliden mittleren Höhen. Grundsätzlich begeistert die Klangkulisse im Mitteltonbereich durch Ausgewogenheit und ein warmes Klangerlebnis. Die unteren und oberen Mitten beim Pianokonzert sind vollständig präsent und füllen den Raum beinahe vollständig aus und bieten eine schöne räumliche Tiefe.

Im Lautstärkewettstreit hat das niedersächsische Duo gemeinsam mit den R1280DB-Boxen von Edifier die Nase ganz vorn. Stattliche 94 dB bringen sie auf die Skala. Dass man damit eine mittelgroße Halle absolut ausfüllen kann, liegt auf der Hand – wir konnten das in einer Halle testen und bestätigen (zum Vergleich: In einer Disco gehen 100 dB in 1 m Entfernung zur Box zu Werke).

Fazit

Die Bilanz unseres Soundtests für die Airsound-Speaker von Saxx fällt sehr positiv aus. Detailverliebte in Sachen Form und Verarbeitung kommen definitiv auf ihre Kosten, Dubstep- und Film-Freunde dagegen nicht vollends. Das Klangspektrum ist im Wesentlichen eine runde Sache, obwohl an einigen Stellen wie etwa im Tief- und Mittelbassbereich sowie den unteren Höhen etwas limitiert. Dennoch trumpfen die weißen Schönheiten mit vollen Mitten, temperierter Raumtiefe und erstaunlicher Pegelstärke auf. Gerade deswegen sollte man sie nicht in einem engen Regal quälen. Sie benötigen Freiraum. Im Großen und Ganzen bieten die Saxx-Lautsprecher Großes für mittleres Budget. Die in Niedersachsen kreierten Schmuckstücke suggerieren ein Must-Have.

Wavemaster Cube

Kraftwürfel mit kernigen Bässen und natürlichem Sound

Die Wavemaster Cube sind in unserem Test echte Überraschungsgewinner. Sie schmeicheln zugegeben nicht jedem Auge, sind aber unauffällig und haben das Talent, sich ihrer Umgebung anzupassen. Besonders glänzen sie im Soundbereich, indem sie sowohl kraftvoll im Keller als auch warm und natürlich im mittleren und oberen Frequenzbereich klingen. Die Bluetooth-Signalstärke ist beeindruckend gut und die Handhabung einerseits simpel und andererseits flexibel.

Erster Eindruck und Verarbeitung – schlicht und geradlinig

Das Gesamtbild der Cubes kann für die einen limitiert, für die anderen nostalgisch erscheinen und jedem sei der eigene Gusto erlaubt. Doch soll Retro, das Schwelgen in schönen Erinnerungen, bekanntlich glücklich machen, weshalb zunehmend viele Hersteller und Designer diesen Marketingstil für sich entdeckt haben. Warum sich dem Glück also versperren? Wer immer noch nicht überzeugt ist, die Wavemaster Cube gibt es auch in den Farben Weiß und Hellgrau. Vor allem in Weiß wirken die Wavemaster Cube edel.

Unsere mattschwarzen Testwürfel jedenfalls nehmen so gut wie keine Fingertapser an und liegen trotz einer Größe von 17,5 x 24,5 x 20,0 cm noch gut in der Hand. Sie empfehlen sich auch durch eine solide Standfestigkeit, die durch die an der Unterseite angeklebten Gummifüße garantiert wird. Das MDF-Gehäuse ist robust, die verklebte Folie eigentlich auch. Eigentlich, weil wir während des Tests feststellen mussten, dass die Folie an einer kleinen Ecke am Lautsprecher abgeblättert ist, ohne dass wir die Ursache dafür herausfinden konnten. Im Ganzen sitzt die Folie aber ohne sichtbaren Klebeabstände fest und sauber am Korpus, so dass wir die Boxen als ordentlich verarbeitet empfunden haben.

Zwei runde und gratfreie Metallgitterabdeckungen zieren die Gerätevorderseite der schwarzen Würfel. Dahinter verbergen sich unten ein Tief-/Mitteltöner in Form von einer Cellulose-Konusmembran mit einem Durchmesser von 13 cm und oben ein Hochtonlautsprecher mit einer Seidenkalotte von 2,5 cm Durchmesser. Weiterhin ist am rechten Speaker unten jeweils ein Drehkopf auf jeder Seite vorhanden.

Die Drehköpfe mit Rillen ähneln den Rädchen an Handfunkgeräten aus den 80er Jahren – eben auch Retro. Vorteil dieser Aufmachung ist, dass sie nicht nur ein Hingucker, sondern auch handlich und stabil sind. Der eine steuert die Funktionen On, Standby und Volume, der andere schaltet zwischen den Audioquellen Line 1, Line 2 und Bluetooth um. Dabei zeigen die jeweils oberhalb der Rädchen angebrachten LEDs den Status an: Rot für Aus und Blau für An (Volume-Umschalter) bzw. Rot für Line 1 und Line 2 und Blau für Bluetooth (Audioquellen-Umschalter).

Auf der Rückseite beider Satelliten befinden sich eine schön große Bassreflexöffnung und einfache Lautsprecherkabelklemmen, wobei der rechte aktive Satellit die Steuereinheit bildet und deshalb an seiner Rückwand noch eine plan ins Gehäuse eingelassene schwarze Trägerplatte mit diversen Anschlussmöglichkeiten beherbergt. Zu den Anschlüssen und Funktionen zählen ein fest montiertes Stromkabel, ein Netzkippschalter, um das Lautsprecherpaar vom Strom zu trennen, zwei Line-In-Anschlüsse, 3,5-mm-Klinke und Chinch Output, sowie zwei Drehregler für die Tiefen- und Höheneinstellung.

Leider ist der deutsche Hersteller aus Bremen etwas zurückhaltend in der Ausstattung. Anbei fanden wir ein Standard-CCA-Lautsprecherkabel (CCA, kupferbeschichtetes Aluminium), ein 3,5-mm-Stereoklinkenkabel, ein Klinke-Chinch-Adapter sowie ein Handbuch. Gefallen hat uns das 3,90 Meter lange und somit praktische Speakerkabel mit verzinnten Enden. Nicht so überzeugend fanden wir wiederum, dass es ein unspektakuläres Standardkabel ist. Zum Glück kann es bei Bedarf durch ein besseres ausgetauscht werden. Das Audio-Klinkenkabel ist mit einer Länge von 1,40 Meter gut bemessen, durch den separaten Cinch-Adapter verlängert sich die Verbindung sogar auf 1,65 Meter. Bedauerlicherweise ist das massive und widerstandsfähige Stromkabel ein sehr kurzes Kabel und noch dazu fest integriert und damit nicht auswechselbar, es ist lediglich 1,35 Meter lang und erspart einem die Kabelverlängerung nicht. Die Ausstattung könnte also etwas üppiger ausfallen.

Bedienung – mühelos und wandlungsfähig

Schnell und mühelos lässt sich das Lautsprecher-Duo aufstellen und anschließen. Bis auf das zu kurz geratene Stromkabel begegnen uns keine großen Hürden. Über den rückwärtigen Ein-/Ausschalter an der rechten Box wird das System mit Energie versorgt und über den vorderseitigen Umschalter an gleicher Box wird die Audioquelle ausgewählt. Man kann sich zwischen Line 1 und Line 2 oder Bluetooth entscheiden. Dabei stellt sich anfangs die Frage, welcher Line-Zugang zu welcher Quelle passt. Ein kurzer Blick ins Handbuch liefert die Antwort: Line 1 ist für Geräte mit einer höheren Empfangsempfindlichkeit wie z.B. PC oder andere Hifi-Elemente und Line 2 für mobile Geräte mit schwachem Audiosignal wie z.B. MP3-Player, Smartphones etc. gedacht. Alle Drehknöpfe sind leichtgängig und handlich. Die vorderen Umschalter geben haptisches Feedback beim Umstellen der Quelle oder Anschalten.

Für das Switchen zwischen den Ausgabegeräten muss man bedauerlicherweise seine Komfortzone verlassen und sich zu den Lautsprechern begeben, denn Wavemaster hat dem Lieferumfang keine Fernbedienung beigefügt. Schade, da hat man schon bluetoothfähige Lautsprecher, um die Kopplung so angenehm und entspannt wie möglich zu gestalten und dann wird man aus seiner heimeligen oder auch konzentrierten Stimmung rausgerissen. Vielleicht lässt sich da in Zukunft ja was verbessern … Und noch einen Wunsch hätten wir: Damit man sich nicht für entweder Cinch- oder Klinkeverbindung entscheiden muss oder gezwungen ist, den Weg zum Elektromarkt zu machen, was am Wochenende nervig sein kann, wäre ein extra Cinch-Kabel wirklich nett.

Per Smartphone und Klinkenkabel klappt das Koppeln ebenfalls reibungslos. Stellt man den vorderseitigen Drehknopf auf Bluetooth, beginnt die LED am Gerät zu blinken und man findet die Wavemaster Cube unter entsprechender Bezeichnung in den Bluetooth-Einstellungen seines mobilen Geräts. Alle Geräte, die über Bluetooth 2.1 verfügen, können sich auf diese Art verbinden, z.B. Blu-ray-/CD-Player, PC oder Fernseher. Natürlich merkt sich das Bluetooth die mobilen Geräte, so dass beim Anschalten des Bluetooths erneut eine Verbindung hergestellt wird.

In Bezug auf Bequemlichkeit konnte die Auto-Switch-Funktion dann doch punkten. Über diese Automatik schaltet sich das Boxenset in den Standby, sofern über ca. 4 Minuten keine Signalübertragung ankommt. Sobald der Sensor wieder ein Audiosignal empfängt, beginnt die Wiedergabe mit einem vernachlässigbar kurzen Verzug. Der Signalempfang ist stark: Über 14 Meter und durch zwei Wände funkten die Wavemaster-Kraftprotze hindurch. Auch die Werte für den Stromverbrauch lassen sich sehen, nur ca. 0,3 Watt im Standby, 3,2 Watt im Leerlauf (idle mode) und 43,9 Watt bei maximaler Lautstärke zapfen die Boxen aus der Steckdose.

Während des ersten Probehörens stellten wir fest, dass die auf der Rückseite befindlichen Höhen- und Tiefenregler sehr praktisch sind. Wir haben öfters nachjustiert, um den Ton der Musikrichtung anzupassen und waren anschließend mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Des Weiteren scheint es vom Bremer Hersteller optisch vernünftig, diese hinten montiert zu haben. In der Praxis stört es jedenfalls nicht sonderlich, denn man pendelt sich mit der Zeit gewiss bei einem bestimmten Musikstil ein, für den man den Ton dann längerfristig einstellen kann und nicht verändern muss. So oder so laden die Cubes eher zur Aktivität ein als es sich zu lang auf dem Sofa bequem zu machen.

Soundtest – Messung und Hörwahrnehmung

Insgesamt bieten die Wavemaster Cubes ein störungsfreies Klangbild. Sogar die Kabel gaben keine Störstrahlungsgeräusche von sich. Im Lautstärketest konnten wir 92 Dezibel messen, was noch nicht Diskoqualität hat, aber mehr als ausreichend laut für die eigenen vier Wände ist. Mittelgroße Räume werden einwandfrei ausgefüllt. Dabei behalten die Cubes stets ihre Gelassenheit und ein natürliches Klangbild. Des Weiteren brillieren sie auf einer weiten Stereo-Bühne. Sie nehmen es mit Filmen, Rock, Pop, Jazz oder PC-Spielen auf.

Nur eine Kleinigkeit ist hierbei zu beachten: Beim Positionieren der Lautsprecher sollte ein möglichst großer Abstand eingeplant werden, weil die Bassreflexöffnung hinten platziert ist und den Sound mit variierender Entfernung zur Wand verändert. Es sind eindeutige Unterschiede zu hören, wenn man den Speakern mehr Raum zum Entfalten gönnt.

Der Bassregler bietet in Mittelstellung ein äußerst gutes Klangverhalten, der Höhenregler kann dagegen ein bisschen kleiner gedreht werden. So erhält man eine ausgewogene Akustik, die in allen Bereichen Freude macht und selbst bei intensiver Auslastung eine hohe Pegelfestigkeit bietet. Der Bass ist für ein kleines 2.0-System kräftig und ansprechend, das Stereopanorama warm, sauber sowie detailreich. Stimmen in Filmen grenzen sich gut vom Hintergrundgeschehen ab. Im Höhenbereich könnten die Wavemaster-Schallerzeuger etwas mehr Brillanz vertragen. Dennoch empfinden wir den Klang nicht muffig, sondern gut nuanciert und positionsgenau.

Fazit – breite Klangkulisse mit Manipulationsmöglichkeit
Die Cubes von Wavemaster sind Regallautsprecher, sie sollten allerdings nicht irgendwo eingezwängt werden, da sie dann an Soundqualität verlieren. Wer sich für die kernigen Boxen entscheidet, erhält ordentlich verarbeitete Lautsprecher mit überraschend strammem Bass und zugleich klaren, natürlichen und warmen Klängen. Die Stärke der Boxen liegt in den vollen Mitten, die ein sattes Klangbild und eine gute Räumlichkeit zusichern sowie in der neutralen Abdeckung einer weiten Klangbandbreite. Wem der Sound hier und da nicht zusagt, kann manuell per Höhen- und Bassregler nach seinem Geschmack ausgleichen. Erwähnenswert ist zusätzlich das starke Bluetooth-Signal, mit dem man keine vorschnellen Unterbrechungen zu fürchten hat. Das alles macht die Cubes zu unserem Testsieger.

Edifier Studio R1280DB

Günstige Alternative mit kleinen Schwächen

Die Studioboxen des chinesischen Herstellers Edifier sind recht beliebt und sehr günstig. Unter den von uns getesteten Bluetooth-Lautsprechern haben die Edifier R1280DB den niedrigsten Anschaffungspreis. Das Soundsystem Edifier R1280DB ist das Nachfolgemodell des Edifier R1280T. Die Neuauflage wurde mit Bluetooth und digitalen Anschlüssen ausgestattet, um im Zeitalter der digitalen Welt auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Wie gut die 2-Wege-Boxen sich schlagen, zeigt unser detaillierter Lupen-Vergleichstest.

Optik und Verarbeitung –individuell originell mit mancherlei Schwächen

Optisch sorgten die Edifier-Lautsprecher für einen regen Meinungsaustausch bei uns im Team. Die einen waren ganz angetan von der harmonischen Aufmachung in Holzoptik, die anderen wiederum reagierten verhalten. Tatsächlich gefällt die Kombination aus den mit Holzdekorfolie beklebten Seitenteilen und dem restlichen silbergrauen Korpus nicht jedem. Ein Blickfang mit Gesprächsstoff ist das Arrangement dennoch jederzeit. Die Kanten des MDF-Gehäuses sind zwar abgerundet, doch schaut man auf die Oberseite, dann schließt die Holzverkleidung nicht eben mit dem silbernen Korpus ab, was erwähnenswert ist, weil es ein Staubfänger sein kann. Uns persönlich hat es hingegen gefallen, es darf auch ruhig mal kantiger sein, solange es an der richtigen Stelle wie bei den Edifier R1280DB ist.

Beim Auspacken der Boxen haben wir unerfreulicherweise einen störend unangenehmen Kunststoffgeruch bemerkt. Das vermittelte etwas den Anschein von billiger Chinaware. Dem sollte unbedingt abgeholfen werden, weil es das Gesamtbild trügt, schließlich sind die Boxen ungeachtet dessen griffig und stabil. Der 116 cm (4 Zoll) große Mittel-/Tieftöner und der 13 mm kleine Hochtöner mit Seidenkalotte sowie das klugerweise nach vorne geöffnete Bassreflexrohr werden von einer passgenauen und silbergrauen Abdeckung abgeschirmt.

Der Stoff der Abdeckung ist innen nicht ordentlich zugeschnitten und man sieht Klebereste. Das Aussehen ist trotzdem in Ordnung und passt zum Stil der Lautsprecher, wogegen wir die Verarbeitung von Sicke und Membran aufgrund der Klebespuren ein wenig unsauber finden. Die Edifier-Regallautsprecher stehen auf vier kleinen, hellgrauen Schaumstofffüßen, die nicht ganz so rutschfest wie bei den Konkurrenten ausgefallen sind. Gummifüße haften mehr und könnten das Manko ausbügeln.

Multiple Choice heißt es auf der Rückseite der rechten aktiven Box mit integriertem Verstärker, wo verschiedene Anschlussarten warten, wie z.B. gleich zwei Cinch-Eingänge mit unterschiedlicher Eingangsempfindlichkeit, Line 1 für PCs mit einem höheren und Line 2 für Smartphones mit einem niedrigeren Signalpegel, ein optischer Eingang, ein COX-Anschluss (Koaxial-/Antennenanschluss) und ein Power-Kippschalter.

Die linke Box ist passiv und wird per farblich gekennzeichneten Standardkabelklemmen mit der aktiven Steuereinheit verbunden. Auf letzterer finden sich außerdem seitlich rechts drei Bedienknöpfe für Bass, Treble und Volumen. Die Regler an der Außenseite sind tiefer in das Gehäuse eingelassen. Schaut man also frontal auf die Boxen, so sieht man sie gar nicht. Eine schöne dem Design schmeichelnde Lösung, wie wir finden. Eine LED unter dem Lautstärke-Regler zeigt die Betriebsbereitschaft in Grün und die Bluetooth-Verbindung in Blau an.

Die Anschlüsse sind alle wackelresistent und von guter Qualität. Allein der Anschluss des Stromkabels am Gehäuse wirkt im Vergleich zu den weiteren Sound-Nebenbuhlern einfacher gehalten und zusammengestückelt. Hier hätte eine zusätzliche Ummantelung am Kabelanfang direkt am Gehäuse mehr Sicherheitsgefühl verliehen. Dafür ist Lautsprecherkabel auf das Sauberste verzinnt.

Dem Lautsprecher-Set liegen weitere Kabel bei: Ein Y-Kabel mit 3,5 mm Klinkenstecker auf Cinch (RCA), ein Cinch-auf-Cinch-Kabel, ein Lautsprecherkabel sowie ein optisches Kabel, was uns imponiert hat, weil es im Allgemeinen nicht zur Standardbeilage gehört. Des Weiteren befindet sich eine Bedienungsanleitung und eine kleine Fernbedienung aus schwarzem und mit glänzender Folie überzogenem Kunststoff im Lieferumfang. Lobenswert ist hier der überarbeitete Funktionsumfang der Fernbedienung im Hinblick auf die Vorgängerversion R1280T, die kein Standby, nur Lautstärkeregelung und Stummschaltung erlaubte. Über die aktuelle Remote-Bedienung kann sowohl eine Audioquelle wie Line 1 und Line 2, OPT, COX und Bluetooth ausgewählt, als auch die Musiksteuerung mit allen gängigen Funktionen, darunter das langersehnte Standby, vorgenommen werden (siehe Bild: Fernbedienung).

Bedienung – einfach und griffig

Das alles in allem circa 5 Kilogramm schwere Edifier-Lautsprecher-Duo liefert keinerlei Barrieren beim Aufbau. Allerdings könnte das im gesamten Test zweitkürzeste Stromkabel länger als 1,54 Meter sein, vor allem weil es festmontiert ist. Immerhin sind das AUX-Kabel (Klinke auf Cinch) und das Sat-to-Sat-Kabel beachtliche 1,60 Meter sowie 2,40 Meter lang und somit die zweitlängsten Verbindungen im Test. Über den Power-Schalter an der Rückseite erwecken wir die Lautsprecher zum Leben. Dabei ist die grüne LED bei Betriebsbereitschaft von vorne nicht zu sehen, weil sie an der rechten Seite vertieft im Gehäuse beherbergt ist. Das ist nur ein klitzekleiner Nachteil der sonst vorwiegend guten Idee, damit das LED-Licht beispielsweise in der Nacht im Standby-Modus nicht so störend geradeaus leuchtet.

Über die Fernbedienung wählt man das Bluetooth-Symbol und schon koppeln sich entsprechend eingestelltes Smartphone und Speaker, wobei die seitliche LED nun in Blau erstrahlt. Nutzt man den optischen Eingang, wechselt die LED zu Rot. Der Sound via Bluetooth und auch die anderen Quellen werden anstandslos und ordentlich wiedergegeben. Wir hatten keine Verbindungsprobleme. Das Bluetooth-Signal erreichte bei Sichtkontakt ohne Türen 22 Meter. Ansonsten erstreckte es sich bis zu zwei Zimmer und zwei Türen weit.

Die Remote-Bedienung bietet durch die recht flach geratenen Buttons kein optimales Tastgefühl, obwohl die Buttons zugegebenermaßen zuverlässig funktionieren. Und noch eine Kleinigkeit, die auffiel: Die Fernbedienungen unserer Testkandidaten scheinen ein weit verbreitetes Standardsignal zu nutzen, so dass wir die Edifier-Lautsprecher jeweils mit einer anderen Fernbedienung z.B. der Saxx-Boxen bedienen konnten. Ob ein zum Spaß aufgelegter Nachbar mit seiner Fernbedienung auch die eigenen Boxen manipulieren kann? Wir hoffen es nicht.

Praktisch und klug empfanden wir das nach vorne gerichtete Bassreflexrohr, womit eine Rückwand kein Problem mehr für die Schallwellen der Speaker darstellt.

Im noch folgenden Soundtest haben wir die R1280T kräftig aufgedreht und durchgepustet. Dabei ist aufgefallen, dass wir bei jeder Basswelle gehörig vom Klebstoffdunst erfasst wurden – ein für den Alltag nicht so praktischer Umstand, besonders wenn die Boxen rechts und links vor dem Monitor in unmittelbarer Nähe stehen. Wer weiß, wann und ob der Geruch nachlässt. Hier besteht Handlungsbedarf vonseiten Edifiers.

In Bezug auf den Stromverbrauch, müssen sich die Edifier- nicht verstecken, sie liegen im Test zwar mit 0,4 Watt für den Standby im oberen Bereich, sind damit jedoch im absoluten Verhältnis günstig. Zudem haben sie erfreulicherweise auch einen geringen Verbrauch im Idle-Zustand mit 2,7 Watt, bei mittlerer Lautstärke mit 2,8 Watt und bei maximaler Lautstärke mit 6,2 Watt.

Hörerlebnis – basslastig, aber dynamisch

Das mit einer Ausgangsleistung von 2 x 21 Watt leistungsstarke Regallautsprecher-Paar von Edifier ist zusammen mit den Saxx Airsound AS 30 richtig pegelfest. Beide Hersteller bringen es auf 94 dB, ohne dass es dröhnt oder scheppert. Während das Stereo-Pärchen von Edifier im Bassbereich ausgesprochen durchsetzungsfähig ist und selbst bei extrem hohem Volumen nichts klirrt oder verzerrt, haben wir nichtsdestoweniger den Eindruck, dass der Bass durchaus “gebremst“ wird, um nicht überstrapaziert zu werden – denn bei dieser Lautstärke nehmen die Bässe sowohl beim Airsound AS 30 als auch beim Edifier R1280DB deutlich an Wahrnehmungsgrad ab, um nicht zu sagen, sie finden nur teilweise statt.

Bei normaler Lautstärke klingen die tiefen Töne vergleichsweise dominant, sogar ein bisschen tiefer und voller als es natürlich wäre, so dass die Stimmen in Filmen auch tiefer als normal, gleichwohl aber gut verständlich und differenziert klingen – anders als beim Saxxtec-Duo. Trotz dessen werden Gamer nicht vollständig auf ihre Kosten kommen, wenn sie einen knackig strammen Bass erwarten. Das zu leisten, sind die Boxen nicht im Stande.

Generell harmonieren Hoch- und Mittelton gut, aber die Klangkulisse ist nicht ganz neutral, weil die Höhen eine Prise zu unscharf bis spitz wiedergegeben werden. Die räumliche Darstellung ist anständig und wirkt sich positiv beim Filme schauen aus. Weiterhin bieten die Edifier eine artige Klangwärme, was sie bei Orchesterstücken und Streichkonzerten zu einem respektablen Begleiter macht. Zum Vergleich: Streicher werden zwar schlechter als mit den Companion-20-Türmen wiedergegeben, dafür hört sich eine Gitarre mit Drumbegleitung zweifellos besser an. Im Allgemeinen eignen sich diese Studiolautsprecher gut für Pop, Jazz und andere dynamischen Musikrichtungen. Es ist kein Nachschwingen der Bässe zu hören, wie bei den Saxxtec AS 30, wobei zu bemerken bleibt, dass die Bässe nicht so knackig wie bei den Companion 20 auftreten. Klaviersolos meistern beide wieder ebenbürtig.

Einerseits könnten die Edifier-Regallautsprecher am Schreibtisch für manch einen zu temperamentvoll daherkommen, stellt man sie andererseits in gemäßigtem Abstand auf, liefern sie eine vernünftige Akustik und beschallen mittlere Raumgrößen zuverlässig. Noch ein Tipp: Bitte unbedingt die Blende abnehmen, der Ton hört sich sonst wie hinter einem Vorhang an, mindestens ist er aber schlechter als mit.

Fazit – Pro und Contra liegen nah beieinander

Ohne die mit Stoff überzogene Gitterabdeckung in silbergrau, gefallen uns die Edifier R1280DB wirklich gut. Nachvollziehbar ist es allerdings auch, wenn einige die Holzoptik und die mit vielen Schrauben verzierte Front altbacken finden. Hier sei erwähnt, dass es das R1280DB-Modell auch in Schwarz zu erwerben gibt. Uns persönlich war das dagegen zu langweilig.

Für diese Preisklasse und wenn man die Klebstoff-Duftorgie übersehen kann bzw. Edifier zukünftig nachbessert, sind die Lautsprecher gut und positionieren sich qualitativ in der Mitte. Für die Erwartungen aus der Gamezone etwas zu schwach, können sie beim Filme schauen, im Musikgebiet House, Jazz, Pop, Rock Freude machen und auch Klassik eine gute Mittelposition ausfechten.

Desktop – Lautsprecher

PlatzPunkte
Ton 55%
Verarbeitung 10%
Bedienung 15%
Ausstattung 10%
Optik 10%
1Bose® Companion® 20 71,2/100339,711,589
2Creative T30
67,1/10032,57,811,37,58
3Auluxe S1
61,3/10027,58,210,17,58
4Bose® Companion® 2 Serie III 57,3/10022911,387

 

Bose Companion 20

knackiger Bass und akzentuierte Stereo-Bühne

Zwergenaufstand – Es ist schon recht erstaunlich, was da aus den Winzlingen an Bass herauskommt. Nach den ersten Soundtests gab es große Augen und fragende Blicke, ob das wirklich sein kann. Aber die Auswertung der Testkriterien lügt nicht und spricht für die stolz auftretenden Miniboxen. Als PC-Lautsprecher überzeugen sie uns. Der Sound scheint klar und kraftvoll zugleich. Preiswert ist natürlich anders, ob man den Preis jedoch bezahlen möchte, ist eine Frage, die sich jeder selbst beantworten sollte. In diesem Sinne tragen wir die Fakten einmal zusammen …

Aussehen und Material – elegantes und sauberes Erscheinungsbild

Sie sehen nicht nur ästhetisch aus, sie fühlen sich auch Premium an – in der Preisklasse kann man das sicher erwarten. Der tadellos verarbeitete, zweifarbige Korpus der handlichen und kompakten Bose-PC-Lautsprecher besteht zum einen aus silberfarbenem Aluminium und zum anderen aus schwarzem Kunststoff. Der mattschwarze Kunstsoff ist seitlich, oben und hinten an den Lautsprechern sichtbar. Die feinporige Gitterabdeckung ist gratfrei und beschützt einen Breitband-Chassis für die Tief- und Mitteltöne. Außer dem Bose-Logo findet man hier keine weiteren Knöpfe oder Regler. Das schicke Gehäusedesign überzeugt mit Qualität. Durch die vier an der Unterseite angebrachten Gumminoppen und einen sehr gut ausbalancierten Gewichtsschwerpunkt sind die Companion-Türme sehr standfest. Bose zeigt, wie auch die Tower-Bauweise kippelfrei sein kann.

Beide Satelliten sind um 10 Grad nach hinten geneigt, damit der Klang zum Zuhörer gelangt. Sie werden über ein rundes Kontrollcenter, dem Control Pod, gesteuert. Der Control Pod ist eine Art verkabelte Fernbedienung mit den Funktionen Volumensteuerung, Sensorstummschaltung und Standby durch Tippen sowie einem Kopfhörer-Ausgang und der Möglichkeit, eine zweite Tonquelle wie zum Beispiel ein Tablet, Smartphone oder ein anderes Gerät anzuschließen. Die Lautstärke wird durch den leichtläufigen, schwarzen äußeren Drehring reguliert, wobei das Rad durch die rutschfeste Fläche sehr griffig, sicher und bequem zu handhaben ist. Das Kontrollcenter ist ebenso an der Unterseite mit einem großflächigen Rutschstopp versehen. Diese Antirutsch-Fläche sammelt alles an Staub, was sie kriegen kann, ist allerdings mit klarem Wasser und einem fuselfreien Tuch leicht zu reinigen.

Neben einem AUX-Eingang im Miniklinkenformat befinden sich nur noch der Stromanschluss, der Lautsprecherausgang zur linken Slave-Box und der Control-Pod-Anschluss an der Rückseite der rechten Master-Box. Zu den im Lieferumfang enthaltenen Komponenten gehören ein Audio-Klinkenkabel, ein externes Netzteil mit Netzkabel für EU und UK und ein von Bose speziell angefertigtes Speaker-Kabel. Das eigens von Bose kreierte Lautsprecher-Kabel ist nirgends auf dem Markt und ebenso bei Bose nicht erhältlich und kann somit nicht ersetzt werden. Alle Anschlüsse sind solide, jedoch vertieft integriert. Das bedeutet für den Nutzer, dass er die Dicke der Stecker am Kabel beachten muss, wenn er ein Kabel austauschen möchte. Die Kabel sind alle wertig, bis auf das Stromkabel, das etwas mager geraten ist.

Usability – intuitiv und leicht

Die jeweils 1,13 Kilogramm leichten Bose-Boxen erlauben ein problemloses Set-Up, dazu bietet das auf der Rückseite angebrachte Anschlussterminal für jedes Kabel den entsprechend geeigneten Anschluss. Durch Tippen auf die Oberseite des Control Pods startet man das Bose-Soundsystem oder aktiviert die Mute-Funktion. Mit einem simplen Twist des Außenrings steuert man das Volumen. Der Control Pod hat den Vorteil, dass man seine mobilen Geräte in greifbare Nähe platzieren kann, also dorthin, wo das Kabel des Control Pods hinreicht.

Warum Bose gerade das eigene Lautsprecherkabel, was es nicht einmal bei Bose selbst zu bestellen gibt, so kurz berechnet, stellt uns vor ein Rätsel. Vermutlich begründet Bose die Kabellänge mit der Soundqualität, die nur bei einer bestimmten Länge gegeben ist. Dadurch schränkt der Hersteller den Einsatzbereich der Lautsprecher wissend ein, denn das Sat-to-Sat-Kabel ist gerade etwa 1,8 Meter lang. Das ist nicht unbedingt kurz – aber besonders lang eben auch nicht. Das Audio-Klinkenkabel reiht sich mit 1,73 Meter bei den längsten Audioverbindungen ein und auch das Netzkabel mit insgesamt etwa 2,9 Metern ist außerordentlich lang. Nützt dem User natürlich nichts, wenn er die Boxen nicht dort aufstellen kann, wo er sich das gewünscht hätte.

Die Messwerte für den Stromverbrauch machen einen erfreulichen Eindruck. Im Standby messen wir für das Boxenset Companion 20 nur 0,3 bis 0,4 Watt. Bei angeschalteten Lautsprechern im Leerlauf pendelt sich der Verbrauch bei 2,1 bzw. 2,2 Watt ein. Ebenfalls sehr positiv fällt der Maximalverbrauch von 5 Watt auf. Unsere Vermutung ist, dass das Bose-Stereo-Set gebremst wurde, als der Pegel in Maximalstellung zu heftig angestiegen ist, um die Lautsprecher zu schützen. Bei Gelegenheit werden wir noch einmal nachmessen. Andere Quellen sprechen von einem Maximalverbrauch von ca. 26 Watt.

Akustische Qualität – in gemäßigter Lautstärke charakterfest

Bei hoher Lautstärke verlieren die Companion 20 sowohl an Bassqualität als auch an Präzision. Hörgenuss ist für den einen lauter, für den anderen leiser. Unserer Meinung muss es nicht immer laut sein und es sind eben Schreibtisch-Lautsprecher mit Hang zum Mitmischen in einem kleinen Wohnzimmer-Heimkino, sofern 14 qm nicht überschritten werden.

Der Bass kann für zartbesaitete Gemüter im Nahbereich am PC sogar zu monströs erscheinen, weil er eine harte Struktur ohne Nachschwingen aufweist. Spiele-Fans und Filme-Junkies kommen dagegen voll auf ihre Kosten – das Bassergebnis dringt ins Ohr. Trotz dessen ist bei 70 Prozent des Lautstärkereglers auch bei den Companion 20 Schluss mit guter Musik. Mit den 70 Prozent erreichten sie dennoch gute 87,5 Dezibel. Festgehalten werden darf: Das Companion-Lautsprecherpaar ist zwar in gemäßigter Lautstärke raumfüllend, aber es geht noch lange nicht als Party-Knaller durch.

Der Mitteltonbereich wirkt etwas taktlos und scheint der Schwachpunkt im Companion-20-Konzept zu sein. Man darf hier keine warme Abstimmung erwarten. Die Auswirkungen erfährt man in Filmen mit viel Dialogen, wo die Stimmenwiedergabe unter den schwachen Mitten leidet. Die hübschen Bose-Tower sind vergleichsweise detailreicher und positionsgenauer als die T30 von Creative, über kurze Strecken sogar differenzierter als die Airsound AS 30 von Saxxtec – ein Effekt, der sich aus den charakterfesten Höhen ergibt. Einzelne Instrumente lassen sich gut wiedererkennen und orten, was für gute untere Höhen spricht. Hebt man die Lautstärke zu stark an, neigen sie aber dazu, zu hell zu klingen. Das merkt man im direkten Vergleich zum Wavemaster Cube.

Fazit
Der Preis für die Bose-Boxen wird im Design, in der Verarbeitung und der benutzerfreundlichen Bauart reflektiert. Bis auf den ärgerlichen Vorfall, dass ein eigenes Lautsprecherkabel von Bose verwendet wird, wodurch der Abstand zwischen den Satelliten vorgegeben als auch eine Kabelverlängerung unmöglich ist, gibt es keine relevanten Kritikpunkte. Im Bereich Popmusik und Gaming fühlen sich die Bose-Schönheiten neben dem PC am wohlsten. Nur im Nahfeld erreichen sie bei den Zuhörern den Aha-Effekt, wenn der Bass kurz und knackig durchzieht. Schwächen zeigen sie im Mitteltonbereich.

Zu bedenken sei, dass der Wavemaster Cube im Vergleich günstiger und auch besser im Sound ist. Klar, nicht jeder hat den entsprechen Platz für die prächtigen Würfel. Dieser Vorteil geht an die Companion 20. Doch wenn man den Raum schaffen kann, dann empfehlen wir unseren Testsieger – vielleicht in Weiß, damit der Schönheitsunterschied nicht ganz so deutlich ausfällt.

Creative T30 Wireless

kleine Allrounder

Die T30-Leichtgewichte sind ein Upgrade der T20-Minis und bieten eine platzsparende und ansehnliche PC-Stereopräsenz mit guter Performance. Allerdings reihen sie sich preislich etwas zu selbstsicher über der 100-Euro-Grenze ein. Wir schwankten zwischen den Creative T30 und den Bose Companion 2 Series III als besten Preis-Leistungssieger. Gewonnen hat die Creative-Technologie mitsamt den zahlreichen Funktionen und Features, die selbstbewusst den Ton angeben.

Look und Material – kompakt und vielfaltig

Das Kunstoffgehäuse ist in einem matten Schwarz gehalten, während Vor- und Rückseite in glänzendem, dafür jedoch kratzempfindlichen Klavierlack erstrahlen. Vorne brilliert jeweils ein Tief-/Mitteltöner mit einer gelben Kevlar-Membran aus weitem Geflecht und Glasfasern als auch jeweils ein Seidenhochtöner. Die Seidenkalotte wird von einem stylischen Ring aus gebürstetem Metall umrundet. Eine Etage tiefer glitzern drei silberfarbene und hochwertige Drehknöpfe für die Lautstärke, den Bass und die Höhenregulierung. Darunter wiederum stehen zwei durch LEDs beleuchtete Knöpfe zur Verfügung, ein Ein/Aus-Schalter und ein Bluetooth-Pairing-Knopf – und mittendrin eine vergoldete Kopfhörerbuchse.

Neben einem 3,5-mm-Klinkenkabel, sind im Lieferumfang ein Klinke-Cinch-Adapter, ohne passendem Cinch-Kabel, und ein Netzteil mit Netzkabel enthalten. Am Netzteil leuchtet eine kleine helle Lampe, die bei Nacht gegebenenfalls störend wirken kann. Das Lautsprecherkabel ist rückwärtig am linken Satelliten befestigt und am Ende mit einem RCA-Stecker versehen. Am rechten Satelliten sind hinten drei Anschlüsse zu finden, ein 3,5-mm-Klinkeneingang, der wahlweise bei verfügbarem Cinch-Kabel mit dem Cinch-Adapter nutzbar ist, eine Netzteilbuchse und die Ausgangsbuchse für den passiven Lautsprecher. Sowohl die Anschlüsse als auch das Lautsprecher- und Stromkabel sind gut verarbeitet, während das mitgelieferte AUX-Kabel recht dünnhäutig und damit nicht so robust wirkt.

Beide Lautsprecher sind in einem Winkel von 10 Grad nach oben geneigt, um den Abstrahlwinkel in Kopfhöhe auszurichten. An der Unterseite schützen vier Gummifüße die T30-Kraftzwerge zwar vor ungewollten Schlitterpartien, bewahren sie aber nicht davor aufgrund des unzureichend bemessenen Massenmittelpunkts leicht umzukippen. Im Vergleich zu den anderen Testanwärtern haben wir es hier mit zwei Wackelkandidaten zu tun. Sie fallen sehr leicht um.

Alltagstauglichkeit –viele Features, aber etwas empfindlich

Das Creative-Soundkonzept ist flott zusammenmontiert. Jeder Anschluss hat seinen entsprechenden Stecker und ein kleines Fleckchen zum Hinstellen ist schnell gefunden. Die Fallsucht des Creative-Pärchens haben wir schon angesprochen. Eventuell lässt sich hier seitens des Herstellers was nachbessern. Ein Wort bleibt noch zur Klavierlackoptik zu sagen: Sie kommt zwar edel daher bietet aber den perfekten Untergrund für Fingertapser. Will man diese dann mit einem Baumwolltuch abwischen, entstehen ganz feine Kratzer. Wir wollten vor der Fotosession vorsichtig den Staub entfernen, dabei sind uns die haarfeinen Risse aufgefallen. In der Praxis stellen wir uns das bei regelmäßigem Reinigen problematisch vor. Die einwandfreie Kunststoff-Oberfläche könnte schon nach kürzester Zeit unansehnlich erscheinen.

Aber zurück zu den Stärken des Creative-Paares: Schon oft haben wir darauf hingewiesen, dass man Lautsprecher mit rückseitiger Bassreflexöffnung nicht zu nah an Wände stellen sollte. Creative löst diesen Umstand jetzt ganz einfach durch den auf der Oberseite angebrachten Basskanal. So kann der Bass zwar nicht mehr zurückschallen, allerdings verbreitet er sich jetzt ungehindert im Raum und gewinnt an Fülle. Ein Plus für die Räumlichkeit der Lautsprecher.

Das Pairing über NFC und die Verbindung über die Bluetooth-Taste dank A2DP-Technik. Tippt man laut Anleitung mit einem NFC-fähigem Gerät die NFC-Schnittstelle an, welche an der Oberseite der Lautsprecher mit entsprechendem Symbol gekennzeichnet ist, oder drückt man bei angeschaltetem Bluetooth den dafür vorgesehenen Bluetooth-Knopf, gelingt die Verbindung zur mobilen Audioquelle. So viel zur Theorie.

Das Koppeln ist nicht ohne! Als ein etwas längeres Drücken auf den Bluetooth-Button keine Reaktion erzeugte, war dann doch der Blick ins Manual notwendig. Aha! Den Button 3 Sekunden lang für das Connecten und länger zum Resetten halten. Gelesen, getan! Die 3 Sekunden abzuschätzen, ist aber wirklich schwer. Wir haben gleich mal nebenbei resettet. Ups! Auf alle Fälle spricht es mit einem, wenn man den Button denn nach 3 Sekunden loslässt und es sagt, dass die Verbindung hergestellt wird und ebenso wann der Prozess abgeschlossen ist – aber leider nur auf Englisch. Auch gut. Die Reichweite des Bluetooth-Signals erreicht ca. 13 Meter, wenn keine Wände dazwischenstehen. Sollte man das Zimmer wechseln, dann kann es sein, dass es schon nach 9 Metern zu Signaleinbrüchen kommt.

Ohne Sound-Input schalten sich die Boxen ca. nach 15 Minuten automatisch ab. Bedauerlicherweise gelang uns das Einschalten bei erneuter Soundwiedergabe nicht automatisiert. Wir mussten das Dreamteam von Creative manuell per Knopf wieder aufwecken. Schade eigentlich. Wenigstens spart man Strom. Apropos Strom …

Unsere Messungen ergaben, dass der Stromverbrauch beinahe identisch mit dem der Edifier-R1280DB-Studioboxen ist. Fairerweise muss man einräumen, dass die Lautsprecher R1280DB einen für ihre Bauweise sehr geringen Verbrauch haben. Im Standby haben wir 0,4 Watt gemesssen, das ist weniger als bei den Companion 20 und mehr als bei den Auluxe. Im Idle-Bereich wurden 2,5-2,8 Watt wie bei den Auluxe gemessen und bei Volllast 5 Watt, etwas weniger als die Bose Companion 20.

Sounds

Sehr praktisch sind die beiden Regler für Bass und Treble, denn die T30 sind etwas basslastig und dicken nach unten hin etwas auf, weshalb wir froh waren, das anpassen zu können. Problem gelöst! Nicht lösbar war dagegen der etwas pappige Hall bei einigen Musikstücken wie Rockmusik. Die T30-Kombi hat im Vergleich zum Vorgänger, dem T20, einen etwas größeren Tief-/Mitteltöner. Hier liegt auch das größte Potenzial der Boxen. Sie bieten eine für PC-Lautsprecher überdurchschnittlich gute räumliche Auflösung, die sich besonders ausdrucksstark bei Filmen oder Konzertklängen präsentiert. Bestimmt ein Vorzug, der dem nach oben geöffneten Bassreflexkanal geschuldet ist. Auch Stimmen werden recht präzise und authentisch wiedergegeben.

Dennoch muss man einräumen, dass das Bose-Pärchen im Klang definierter als Creative ist. Auch reißt das T30-Set im Bassbereich keine Bäume aus, nichtsdestoweniger ist der Bass gut fundiert. Zusätzlich kann sich der beachtliche Pegel von insgesamt 93,3 Dezibel im Vergleich zu den im Test lautesten Lautsprechern wie Edifier R1280DB und Saxxtec Airsound AS 30 unbedingt sehen lassen. Damit kristallisiert sich der Einsatzzweck der Creative-Lautsprecher für den Bereich Film und Gaming heraus.

Fazit

Ein Sorglospaket bekommt man mit den Creative T30 unter anderem, weil man die Speaker mit den Bass-Treble-Reglern an seine Hörgewohnheiten anpassen kann. Die erreichbare Lautstärke ohne Poltern oder Donnern bei angemessen höherem Stromverbrauch im Vergleich zu den Companion 20 weiß zu imponieren. In der Gamingszene oder aber bei Film- und Orchestermusik offeriert der Hersteller Creative ein gutes Klangerlebnis mit geringem Platzanspruch, aber empfindlichem Materialgemüt. Wer auf Bluetooth verzichten kann, dem empfehlen wir die Creative T20 Lautsprecher, die zu einem deutlich günstigerem Preis zu haben sind.

Auluxe S1

schnieke Zwerge mit luftigem Klang

Die Bluetooth-Lautsprecher des deutsch-taiwanischen Elektronikherstellers Auluxe werden von der Saxxtec GmbH vertrieben und sind noch relativ unbekannt auf dem deutschen Markt. Das sieht man daran, dass es kaum ein Youtube-Video oder Testberichte gibt. Hochwertig im Design und detailliert klar im Klang mit einer für ihre Bauform erstaunlichen Raumtiefe konnten wir die Auluxe S1 erleben. Doch verdienen sie hierzulande wirklich mehr unserer Aufmerksamkeit? Zugegeben bei einem Preis von 199 Euro für die Minis kommt ein schmaler Geldbeutel schon mal ins Schwitzen. Unser Lupen.de-Test zeigt, ob sich der Kostenaufwand lohnt.

Optik, Material, Verarbeitung – tadellos und fein

Die platzsparenden, aktiven Wireless-Lautsprecher glänzen durch ein edles, erstklassig verarbeitetes Aluminium-Gehäuse, das auf einem mattschwarzen Kunstsoff-Sockel thront. Eine längliche weiß-blaue LED zwischen Sockel und Alu-Gehäuse, die wir zuerst nicht für voll genommen haben, leuchtet am rechten Turm bei Betrieb. Unterhalb der Sockel befindet sich jeweils ein großflächiger Gummifuß, der Rutschfestigkeit bietet. Die rechte Box fungiert als Bedienungseinheit und versorgt die linke passive Box über einen Cinch-Anschluss an der Rückseite mit.

 

Die Anschlüsse sind sauber und ruckelfest verbaut. Besonders gefällt uns, dass alle Kabel bei Bedarf austauschbar sind, weil sie nicht fest installiert wurden. Im Lieferumfang befindet sich ein Standard-Cinch-Kabel, um beide Lautsprecher miteinander zu vereinen, ein DC-Stromkabel (Gleichstrom) mit Netzteil, das recht groß ausgefallen ist, ein Klinkenkabel zur Audioquelle und ein übersichtliches Handbuch. Die Kabelverarbeitung ist nicht sonderlich herausragend, dafür aber sauber und widerstandsfähig eingepackt. Das Klinken- und AUX-Kabel (Miniklinken-Eingang?) haben eine raue Ummantelung, die Staub ein bisschen mehr festhält als eine glatte Fläche.

Keine Fragen, das Design steht bei diesen Schallwandlern im Mittelpunkt. Es sind attraktiv anzusehende Tower, die jedem Ambiente schmeicheln, insbesondere aber Apple-Produkten wie dem iPhone oder Mac, die ebenfalls in Aluminium-Optik daherkommen. Sie lassen sich einfach überall gut hinstellen.

Nichts für Sauberkeitsliebende ist hingegen die schwarz-glänzende Oberfläche aus Kunststoff mit Touchfunktion. Fingerabdrücke sind vorprogrammiert, werden aber diejenigen, die auf Touchfunktionen stehen und sich damit schon angefreundet haben, nicht aus der Fassung bringen. Das Touchpanel bietet Sensortasten wie ON/Off, Lautstärkekontrolle sowie Bluetooth- und NFC-Kopplungsfeld. Es reagiert sensitiv und schnell. Zum Einsatz kommt die Bluetooth-Version 2.1, die leider noch keine Energiesparoption erlaubt wie etwa die neueste Version 4.0.

Der Hersteller wirbt nachdrücklich mit dem an der Rückseite befindlichen Bassreflexrohr nach der Accupipe-Technologie, das ist eine Mischung aus Entlüftungskanal und Kammer, welche die Tiefen der beiden Breitbandchassis unterstützen und eine speziell volle Basswiedergabe ermöglichen soll. Doch dazu später mehr. Die Optik und die Materialverarbeitung sagen uns schon einmal sehr zu und verdienen unseren Beifall.

Bedienung – einfach, kurz und schmerzlos

Die kleinen Tower sind flott aufgebaut und stehen sogleich im Einsatz. Wenn man bei der Verkabelung nicht weiterweiß, hilft die Gebrauchsanleitung weiter. Das 1,4 Meter lange Chinch-Kabel ist lang genug, um einen breiten Monitor zu umfassen. Für den Dienst im Regal könnte es knirsch werden. Allzu weit sollte man die Türme aber sowieso nicht voneinander entfernen, da sie bei direkter Nähe zu den Ohren gewiss besser klingen.

Wie oben angeführt, antworten die Touch-Elemente sofort. Per NFC und Bluetooth ermöglicht Auluxe einen sehr komfortablen Konnektivitätsaufbau. Das Bluetooth-Symbol blinkt blau bei der Gerätesuche. Nach erfolgter Verbindung gelingt die Steuerung störungsfrei. Sind die S1-Lautsprecher per AUX an den PC angeschlossen und spielt man dann über sein mobiles Gerät ein Lied ab, erfolgt die Umschaltung auf dieses Gerät automatisch. Genauso setzt sich die stationäre Audioquelle bei eingehendem Signal wiederum durch usw. Das Bluetooth-Signal ist gut, es hält zwei Wänden und zwei Türen stand. Bei direktem Sichtkontakt bricht das Signal erst in 23 Metern Entfernung ab. Eigentlich sind 23 Meter ideal für den Garten, aber diese Beschallungsleistung erbringen die Boxen im Freien dann eher nicht.

Die Twins laden zwecks ihrer Größe dazu ein, auch transportiert zu werden, doch Vorsicht, sie bedürfen viel Polster oder zumindest den Schutz der schönen Samtbeutel, die im Lieferumfang dabei sind, weil das Aluminium schnell zerkratzt und unschöne schwarze Flecken entstehen.

 

Wir haben die zarte LED am rechten Lautsprecher bereits erwähnt. Das dezente Licht hat den Vorteil, dass man abends bei schummrigem Licht kein Spotlight-Effekt hat und die Boxen nicht selbst im Rampenlicht stehen, sondern zum Ambiente beitragen. Auch hier scheint Auluxe sich Gedanken gemacht zu haben.

Im Fazit: Es macht einfach Spaß mit den S1-Twins umzugehen. Sie sind in der Bedienung einfach zu verstehen und das Touch Panel macht alles noch leichtgängiger und smoother.

Hörtest – seidig und warm

Unsere Bewertung des Klangs erfolgt unter Beachtung dessen, dass die Lautstärke zumindest bei basskräftigen Stücken nicht voll aufgedreht wird, es sich hier um nicht gerade voluminöse 2.0-Boxen handelt und der Hörraum klein gehalten wird, also im Nahbereich eingesetzt wird.

Am Schreibtisch gibt sich die Lautstärke mehr als anständig, wenngleich man auch von den Auluxe-Beauties nicht mehr als super Hintergrundmusikqualität während der Arbeit erwarten kann. Abhängig von der Musikrichtung können die S1 weich, warm und seidig klingen, sie bieten aber durchaus auch einen klaren, reinen Sound, beispielsweise bei klassischer Musik mit Streichern. Hier gefällt uns die Positionsgenauigkeit hervorragend, wobei Stimmen ausdrucksstark und dynamisch wiedergegeben werden und vorbildlich von Instrumenten getrennt werden.

Bühnenreif zeigen sie auch ihr Talent in der Raumtiefe – natürlich ihren physikalischen Dimensionen entsprechend. Bei Musik mit hohem Bassakzent bauen sie zwar nicht so viel Druck auf, aber wenn man darauf achtet, sie nicht allzu laut zu drehen und sie in Wandnähe hinzustellen, können die Bassreflektoren ihre Resonanz verdeutlichen. Ohne „Rückenverstärkung“ klingen sie allerdings etwas dünn. Den Abstand kann man je nach Bedarf variieren, je näher dran, desto schneller wird der Bass reflektiert und desto weniger verliert er an Kraft.

Bose Companion 2

gut und günstig

Wie schon erwähnt, waren die Companion 2 mit den Creative T30 in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um die beste Preis-Leistungsposition. Doch leider unterbreiten die Companion 2 zu wenig Features im Verhältnis zu den T30-Anwärtern und auch der Sound lässt sich bei Letzteren per Drehregler besser auf die eigenen Audioambitionen abstimmen. Wer aber nur kleines Geld zur Verfügung hat und dennoch guten Sound möchte, macht mit diesem Boxen-Set keinen Fehlgriff. Die Bose Companion 2 sind kein wirklicher Verlierer, sind gegenüber den Konkurrenten nur leider auch kein Gewinner. Vielleicht überzeugen die folgenden Fakten, die wir sammeln konnten …

Äußeres und Inneres

Optisch reißen die Companion 2 keinen so richtig vom Hocker, aber das ist auch beim Testsieger Wavemaster Cube der Fall. Es gibt ja noch die inneren Werte. Die Bauform ähnelt dem Stil der Creative T30, mit dem Unterschied, dass Creative unserer Beurteilung nach optisch einiges mehr rausholt. Man kann sie einerseits als klassisch und zeitlos beschreiben, andererseits auch als unspannend. Die 10-Prozent-Neigung der Lautsprecher nach oben schmeichelt dem Ohr am Schreibtisch und das mattschwarze Gehäuse bietet keinen Raum für Fingerabdrücke, wohingegen sich die Oberfläche ein wenig unmotiviert rau anfühlt.

An der Vorderseite befindet sich im oberen Zweidrittelbereich eine mit schwarzem Stoff ummantelte Gitterabdeckung. Das Gewebe und auch das Gehäuse sind von guter Qualität. Nur zieht der Stoff irgendwie diverse Fuselei an, welche sich hartnäckig darauf hält. Was sich hinter dem Schutzgitter für eine Membran verbirgt, verrät Bose nicht. Nach Recherche ist die Rede von einem Mitteltöner mit 60 mm Durchmesser. Darunter reiht sich eine einfache Kopfhörerbuchse für Klinkenstecker und ein unauffälliger Lautstärke-Drehknopf, der die Ein-Aus-Stellung durch einen Klick erkennbar macht. Eine Betriebsanzeige in Form von einer LED haben wir vergeblich gesucht. Dafür haben wir ein rundes auf der Rückseite platziertes Bassreflexrohr gefunden.

 

Rückwärtig finden sich zwei 3,5-Millimeter-Aux-Eingänge, der eine, um beispielsweise den Desktop-PC oder Laptop zu verbinden, und der andere, um externe Zuspielquellen wie Tablets, Smartphones oder MP3-Player zu kombinieren. Nicht unerwähnt sollte natürlich der Strom- und Lautsprecheranschluss bleiben. Alle Konnektivitätszugänge sind sauber angefertigt, haben jedoch den kleinen Nachteil, dass sie versenkt eingebaut wurden und keine allzu dicken Alternativ-Klinkenstecker erlauben.

Die mitgelieferten Kabel sind zwar von ordentlicher Qualität, sollte man diese aber gegen höherwertige austauschen wollen, was sich bei nicht fest integrierten Kabeln wie hier anbietet, muss man dieses kleine Detail beachten. Im Lieferumfang enthalten sind ein Klinke-Audiokabel, das sich mit 1,45 Metern im unteren Durchschnitt einpendelt, ein Steckdosen-Netzteil mit zwei Netzadaptern für UK und EU, das mit knapp 1,6 Metern zu knapp geraten ist, und ein separates Speakerkabel, ein nicht ersetzbarer Spezialstecker von Bose, mit durchschnittlicher Länge von 1,80 Meter.

An der Unterseite sind vier Gummifüße angebracht. Sie bieten den Boxen soliden Halt auf glatten Oberflächen. Durch den gut ausgeloteten Schwerpunkt, kippeln sie merklich weniger als die Wackeldackel von Creative. Alles in allem können wir eine gewissenhafte und hochwertige Verarbeitung bescheinigen.

Bedienung & Klangresonanz

Die Companion-2-Tower werden aufwendig und alles andere als frustfrei verpackt. Nach kurzem Innehalten haben wir den Intelligenztest von Bose durchschaut. Die Kunststoffverpackung wird unten an den Rändern vorsichtig, aber kraftvoll auseinandergezogen. Bei der Absicherung verrutscht nichts. Der Aufbau geschieht nach dem Prinzip “Plug & Play“. Auch wenn Bose dem Nutzer seine speziellen Stecker aufdrängt, sind die passenden Anschlüsse schnell ausfindig gemacht und es kann losgehen. Wir haben keine Beanstandungen zur Installation.

Im Praxistest pendelt sich das Audiokabel mit 1,45 Metern im unteren Durchschnitt ein, das Netzteilkabel dagegen ist mit 1,6 Metern zu knapp geraten. Immerhin hat das nicht austauschbare Sat-to-Sat-Spezialkabel eine durchschnittliche Länge von 1,80 Meter, was gerade so ok ist. Obwohl dieser Spezialanschluss, wie beim Bose-20-System auch, etwas eigenartig hin und her wackelt, scheint er widerstandsfähig zu sein. Gut gefallen haben die beiden AUX-Eingänge, sie sind sinnvoll und praktikabel.

Vergleicht man das Companion-Duo mit den Auluxe-Twins, dann fällt auf, dass erstere grundsätzlich dumpfer klingen und ein gewisser Halleffekt entsteht. Sowohl bei klassischer als auch Rockmusik erreicht das Bose-2-System nicht das ausgewogene Klangbild der S1-Speaker. Was gibt es Positives zu berichten? Die T30-Methode sorgt für konzentrierte Tieftonimpulse und damit für mehr Bass. Somit ist einleuchtend, welcher Musikauswahl oder welchem Einsatzzweck die PC-Lautsprecher Companion 2 dienlich sind: Sie fühlen sich mit Popmusik und sogar Klavierkonzerten am wohlsten. Hier zeigt sich das System präsenter als Auluxe. Für den Gaming- oder Film-Einsatz im Wohnzimmer könnte die Lautstärke zu leise sein.

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Testkriterien und wie getestet wurde

Wie bei all unseren Lautsprecher-Tests haben wir jedes Gerät einzeln begutachtet und anschließend dessen Vor- und Nachteile in einem Vergleich zu seinen Mitstreitern gegeneinander abgewogen. Testlupe.de hat 7 möglichst unterschiedliche und dennoch vergleichbare 2.0-Lautsprecher recherchiert. Natürlich haben wir die voluminösen Regallautsprecher-Sets nicht mit den kleinen PC-Lautsprechern verglichen. Aus diesem Grund gibt es auch drei unterschiedliche Gewinner, einen aus dem Bereich Bluetooth-Lautsprecher, weil diese fast alle relativ groß sind, einen aus dem Bereich PC-Lautsprecher und einen dritten aus dem Bereich beste Preis-Leistung. Folgende Kriterien waren uns wichtig:

Optik 10 %

Aussehen ist Geschmackssache. Eine Schönheitsformel gibt es nicht, einen gemeinsamen Nenner schon. Deshalb ließen wir das ganze Team, bestehend aus Männlich und Weiblich, darüber beraten, welche Lautsprecher in dieser Kategorie den Schönheitspreis abgreifen. Der Triumpf im Schönheitswettbewerb macht mit 10 % der Gesamtwertung keinen entscheidenden Unterschied in Bezug auf den Sieg aus, verbessert oder verschlechtert die Endnote hingegen durchaus.

Material und Verarbeitung 10 %

Nachdem die Lautsprecher ausgepackt waren und den Schnuppertest nach Lösungsmitteln oder anderen Gerüchen überstanden haben, wurde ihre Substanz und deren Verarbeitung in Augenschein genommen. Darunter fiel der Check des Gehäusematerials, der Gratfreiheit, der Festigkeit der Anschlüsse und der Kabelverarbeitung.

Bedienung und täglicher Gebrauch 15 %

Während des Erstkontakts mit den Lautsprechern, wurde die Usability des Aufbaus und der Erstinbetriebnahme bewertet. Dabei wurde die Rutschfestigkeit der Satelliten, die Beschriftung der Anschlüsse sowie Schalter, die Verbindung des Lautsprecher-Sets, die Kopplung zum mobilen Gerät via Bluetooth, die Quellenwahl im täglichen Gebrauch, die Kabellänge und die intuitive Handhabung auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Darüber hinaus wurde bei der Bedienung darauf geachtet, welche Mittel der Klangbeeinflussung bestehen und wie komfortabel die Nutzung ist, ob es zum Beispiel eine Fernbedienung gibt.

Ton 55 %

Das wichtigste an einem Schallerzeuger ist der Ton. In einem Blindhörtest, der prozentual höher bemessen wird als die akustischen Messungen, lauschten wir diversen Hörbeispielen wie Pop, Rock, Klassik und Film. Damit folgten wir dem in vielen Hifi-Foren empfohlenem Rat, sich so viel Zeit wie möglich zum Probehören zu nehmen. Zusätzlich wurden die Dezibel-Werte gemessen, um einen Lautstärkevergleich zu erzielen und zu bestimmen, welche Raumgröße durch die jeweiligen Lautsprecher ausgefüllt werden kann.

Ein Blindtest ist um einiges aussagekräftiger als ein normaler Hörtest, denn häufig beeinflusst das Aussehen oder die Kenntnis des Produktpreises das Hörbild. Diese Einflussfaktoren wurden in unserem Blindtest ausgeschlossen, um das Testergebnis nicht unnötig zu verfälschen. Bewertet wurde unter anderem das Klangvolumen und -spektrum, die Natürlichkeit und Wärme des Tons, also kurz: der Bass, die Mitten und Höhen, außerdem die Pegelfestigkeit und die Positionsgenauigkeit.

Ausstattung 5 %

Bei diesem Kriterium geht es um ergänzende Audioquellen wie das Bluetooth, die Vielfalt weiterer Anschlussmöglichkeiten wie optisch oder koaxial, den Kopfhörerausgang sowie die Boxensteuerung per Fernbedienung, aber auch um zusätzlich gelieferte Kabel oder andere Ausstattung, die im Allgemeinen nicht zum Standard gehören.

Stromverbrauch 5 %

Der Stromverbrauch wird im Standby- und idle-Zustand sowie bei mittlerer und Vollauslastung gemessen.