bite Away von Riemser Pharma GmbH

vertrauenserweckend und unkompliziert

Der auf Wärme basierende Anti-Insektenstift bite away von Riemser wird im Internet allseits hochgelobt – legitimerweise wie wir finden. In unserem Test nehmen wir den Stichheiler bite away unter die Lupe und schauen, wo sich der Hersteller noch verbessern kann und warum der Insektenstichhelfer die Nummer eins auf dem Markt ist. Bite away hilft nach Stichen oder Bissen von Mücken, Wespen, Bienen oder Bremsen sowie nach Verbrennungen durch Brennnesseln und Quallen. Unser Test bezieht sich auf Mückenstiche allein.

Gebrauchsanweisung

Die Anwendungshinweise zum bite away stehen auf der Rückseite der Verpackung. Die Hinweise sind so einfach gehalten, wie die Bedienung selbst. Einerseits gibt es zur Gerätebenutzung des bite away aufgrund der Eingängigkeit wirklich nicht viel zu schreiben, andererseits fehlen unserer Meinung nach relevante Sicherheitsbemerkungen. Ein paar Zeilen, die erklären, dass man bei Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten oder unter Einfluss von Alkohol, das Gerät nicht gerade das erste mal testen sollte beispielsweise.

Natürlich hat das Gerät eine Abschaltautomatik, was die Hersteller dazu veranlasst hat anzunehmen, dass nichts passieren kann. Wenn man das Gerät aber auf besonders empfindlichen Körperpartien zum ersten Mal anwendet, sollte man sicherlich kein gedämpftes Schmerzempfinden haben. Hat man doch Schmerzmittel oder Alkohol zu sich genommen, wird man auf empfindlichen Hautstellen vernünftigerweise die kleinere Stufe verwenden.

Überhaupt steht von sensiblen Hautzonen nichts auf der Verpackung. Zum Vergleich: Andere Hersteller schreiben, dass Augen, Handinnenflächen sowie Gesicht nicht behandelt werden sollten und dass Kinder nicht unbeaufsichtigt mit dem Gerät gelassen werden dürfen.
Ein paar Hinweise zur Reinigung wären praktisch gewesen. Offensichtlich soll der Stichheiler von Riemser soll wohl nur mit Desinfektionsmitteln bzw. -tüchern gereinigt werden.

Haltbarkeit

Auf der Verpackung wird bildlich und verständlich dargestellt, wie die zwei AA-Batterien zu wechseln sind. Es dürfen aufgrund der geringeren Leistung keine Akkus verwendet werden, sonst funktioniert der Heizvorgang nicht richtig. Beim Öffnen des Batteriefachs mussten wir nicht herummurksen. Die Batterien sind sicher verwahrt und können problemlos entnommen werden.

Ein Batteriewechsel soll erst nach 300 Anwendungen vonnöten sein. Das wird mit einem dreimaligen Blinken der vorderen LED und einem akustischen Signal kenntlich gemacht. Die 300 Anwendungen sind in einem Sommer schnell verbraucht.

Grundsätzlich gilt: Länger hält der Wärmestift mit guten Batterien, keinen Billigbatterien.

Anwendung und Linderung

Der bite away kam bei uns auf einer Grillparty zum Einsatz. Selbstverständlich gab es zum Abend hin jede Menge Mücken. Bevor das Mückenspray gezückt wurde, hatten einige schon die ersten Mückenstiche. Zwei Frauen und drei Männer stellten sich der kleinen Mutprobe durch den bite away. Die Männer waren natürlich sofort mutig und schalteten auf die längste Anwendungszeit von 6 Sekunden, denn vor der Anwendung kann gewählt werden, wie viel Sekunden die Behandlung dauern soll, 3 oder 6 Sekunden. Die Damen tasteten sich vorsichtig mit 3 Sekunden heran.

Dazu wird eine der zwei mintfarbenen Tasten gedrückt – die linke Taste für 3 Sekunden und die rechte Taste für 6 Sekunden. Die kürzere Anwendungsdauer ist für schmerzempfindliche Personen und gegebenenfalls für größere Kinder gedacht.

An der Front des Stichheilers sitzt ein kleines Keramikplättchen, welches man so genau wie möglich auf den Stich platziert und sehr leicht an die Haut drückt. Der Stift heizt auf 51 °C, erreicht bei nicht eingehaltener Pause von 10 Sekunden aber auch schon mal 53°C, je nachdem wie lange man ihn aufheizen lässt und wie schnell man ihn, ohne vorher abzukühlen wiederverwendet. Bite away erreicht in nur 5 Sekunden die gewünschte Temperatur.

Es wird heiß – Erste Reaktionen

Die Reaktionen waren unterschiedlich, trotz dessen hat keinem die Prozedur richtig wehgetan. Es zeckt zwar ordentlich und gerade wenn man meint, es kaum noch aushalten zu können oder das Gesicht anfängt zu verziehen, ist es auch schon vorbei. Nach dem ersten Durchgang hatten einige das Gefühl, dass das Jucken für eine ganz kurze Zeit intensiver wurde. Es juckte noch mal kräftig. Danach legte es sich und bei den ersten Testkandidaten (weiblich) verschwand es sogar. Es kam indes tükischerweise wieder. Resultat: Eigentlich alle, sowohl Männer als auch Frauen, mussten noch einen zweiten und manche sogar dritten Durchlauf auf sich nehmen. Bei mehrfacher Anwendung ist es wichtig, die 10 Sekunden Pause einzuhalten, weil die Kontaktplatte sonst heißer als empfohlen wird (ca. 53 °C).

Bei der zweiten Anwendung wurden die Frauen mutiger und versuchten es auch mit 6 Sekunden. Das klappte erstaunlich gut. Wir haben festgestellt, je mehr Anwendungen an einer Stelle, desto empfindlicher wird die Haut von Mal zu Mal. Da muss jeder individuell entscheiden, wie viel er aushält.

Einige von den erwachsenen Testern empfanden schon die kürzeste Zeit als unangenehm. Es kostet Überwindung die Hitze auszuhalten. Zimperlich darf man nicht sein – übermütig aber auch nicht, denn verschiedene Körperstellen sind unterschiedlich empfindlich. Vernunft geht vor. Lieber rantasten.

Hilft es?

Teils erfuhren unsere Tester Linderung, teils nicht. Wir konnten nicht ausmachen, woran es lag – vielleicht die Stärke der Immunreaktion oder die Giftmenge bzw. -konzentration, wenn die Mücke größer war? Wir wissen es nicht. Erfahrungsgemäß kommt das Kribbeln am nächsten Tag manchmal wieder. Eine erneute Anwendung hilft immerhin. Die Schwellung kann nur am gleichen Tag deutlich verringert werden. Ein Teilnehmer reagierte besonders doll auf die Mückenstiche. Die Schwellung wurde groß. Das konnte der bite away nicht verhindern, doch der Juckreiz wurden für den Allergiker erträglicher.

Zusätzlich motiviert die Abschaltautomatik das Prozedere durchzuhalten. Ist man auf sich allein gestellt, wie bei den anderen Stichheilern ohne Abschaltautomatik, zieht man den Arm schneller weg, obwohl man es möglicherweise noch eine Sekunde länger ausgehalten hätte. Die Wirkung ist besser als bei den anderen Geräten, weil man meistens nicht vorher abbricht oder zum Zu-viel-des-Guten verleitet wird.

Wir haben festgestellt: Man muss die Stichstelle genau treffen, sonst verringert sich das positive Ergebnis. Andere Stichheiler in unserem Test haben eine größere Kontaktfläche. Das empfanden wir besser. Vielleicht kann Riemser hier noch an der Größe drehen. Wenn der Stich älter ist, z.B wenn man sich ihn in der Nacht einfängt und erst morgens bemerkt, dann hat sich das Gift schon verteilt und der Stichheiler kann auch nur Schadenbegrenzung betreiben. Dann sollten es jedoch die 6 Sekunden sein, wer es aushält, um zumindest das Jucken abzubauen.

Verarbeitung und Bauform des bite away verdienen Lob. Er ist größer als seine Mitstreiter, dafür schön lang und schmal. Das ist sinnvoll und ausgeklügelt, wenn man von den Quälgeistern am Rücken erwischt wurde oder hinten am Oberschenkel behandeln muss.

Einziger Schwachpunkt sind die zwar bequemen und intuitiven, andererseits sehr einfach zu drückenden Tasten sind. So kann es vorkommen, dass sie sich in der Tasche selbstständig aktivieren.

Zum Glück piept es kurz aus der Tasche, so kann man schnell reagieren. Und ebenfalls Gold wert ist in solchen Fällen die Abschaltautomatik. Tranportabel ist der bite away allemal. Sogar in kleinen Partytäschchen findet er Platz.

Fazit

Wir finden die Möglichkeit, zwischen zwei Anwendungszeiten wählen zu können, sehr praktisch. Andere finden es besser, die Temperatur selbst wählen zu können, was Vorteile hat, wenn man sensiblere Hautzonen behandeln möchte. Das muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist: Die Abschaltautomatik ist richtig toll. Sie bringt einen dazu, zumindest bei der 3-Sekunden-Anwendung nicht allzu gnädig mit sich selbst zu sein, sondern das kurze Ziepen zu ertragen, bis der Ton der Erlösung kommt. Während der Anwendung mit 6 Sekunden sollte jeder Vernunft walten lassen. Wenn es zu heiß wird, nicht einfach weitermachen!

Die Form ist super. Gerade weil der bite away so länglich ist, kommt man fast überall ran – die Mücken im Übrigen ja auch. Der Normalpreis für den bite away liegt bei 29 Euro. Das ist etwas teuer. Momentan schwankt das Angebot auf Amazon bis hin zu der 20-Euro-Grenze. Da lohnt es sich auf den richtigen Moment zu warten und zuzugreifen.

Angebot
bite away - Elektronischer Stichheiler gegen Juckreiz, Brennen, Schmerzen und Schwellungen bei Insektenstichen (z.B. von Mücken, Wespen, Bremsen, Bienen) – ganz ohne Chemie
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bite away - Elektronischer Stichheiler gegen Juckreiz, Brennen, Schmerzen und Schwellungen bei Insektenstichen (z.B. von Mücken, Wespen, Bremsen, Bienen) – ganz ohne Chemie
  • bite away ist ein elektronisches Gerät zur äußerlichen Behandlung von Insektenstichen und Insektenbissen (wie z. B. von Mücken, Wespen, Bienen, Hornissen oder Bremsen)
  • Gegen Juckreiz, Brennen, Schmerzen und Schwellungen
  • Maximale Verträglichkeit: wirkt nur mit konzentrierter Wärme und ist daher (im Gegensatz zu Cremes, Salben und Gels) auch für Schwangere, Allergiker und Kinder* geeignet
  • Einfache Anwendung und vielseitig einsetzbar (z.B. beim Sport, bei Aktivitäten im Freien, auf Reisen)
  • Dermatologisch getestet und chemiefrei
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